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Gefühltes

Up up and away

Immer wenn ich einen Ballon fahren sehe, denke ich an eine alte Radiosendung aus meiner Kindheit. Auf NDR 2 wurde Sonntagsvormittags immer: Zwischen Hamburg und Haiti ausgestrahlt. Die Sendung läuft immer noch im Radio, allerdings nicht mehr zur selben Sendezeit, nicht mehr auf NDR 2 und diese wunderschöne Titelmelodie wird auch nicht mehr gespielt.

Vorgestern sah ich wieder einen Ballon fahren und hatte sofort diese Melodie im Ohr….

Einfach mal wieder gemütlich…

… auf der Terrasse sitzen. Nach vielen Tagen mit Arbeit im Garten tat es gut, einfach mit einem Glas Wein vor der Feuertonne zu sitzen. Wir sind richtig glücklich, dass wir schon so viel geschafft haben. Ein paar Lichtlein noch hier und da platzieren, ein zwei Blumen noch pflanzen und die Ecke hinter der Terrasse neu gestalten. Nächste Jahr dann…

Dieser Morgen

… an dem Du aufwachst, hinaus schaust und weiß: heute wird ein geiler Tag!

Nur so kann ich mein Gefühl beschreiben, wenn ich momentan morgens hinausschaue. Kennt Ihr es auch noch? Von früher als Kind/Teenie, aus der Ferienzeit? Du wachst auf und denkst WOW, die Welt gehört mir. Strahlend blauer Himmel, der Strand nur ein paar Kilometer entfernt. Mit dem Rad, gar kein Problem.  Das erste Mal seit Jahren bin ich zu dieser Jahreszeit jeden Morgen Zuhause. Sonst bekam ich es ja gar nicht mit, denn ich saß bereits im Büro. Dieser Anblick am Morgen, mit Sonne und Schatten, haut mich einfach um und in meinen Erinnerungen höre ich die Geräusche aus meiner Kindheit: von der Kieler Werft, die Schiffe auf der Förde und die Möwen. Sogar Gerüche empfinde ich sekundenweise in meiner Nase… 
Kennst Du so etwas auch?

Leere

Das Haus fühlt sich so leer an, ohne ihn. Der Hocker an meinem Stricksessel ist unbesetzt. Mein Spinnrad steht dort und ich schaue es traurig an. Wenn ich bedenke, dass ich noch niemals ohne ihn am Spinnrad saß. Er lag grundsätzlich neben mir und ruhte. Gestern Mittag schien die Sonne ins Wohnzimmer hinein auf das Sofa, meistens lag er dort. In die Kissen gekuschelt und genoss die Wärme. Bence fehlt mir so sehr. Er war doch viel stärker erkrankt als es für uns erkennbar war und muss teilweise starke Schmerzen gehabt haben. Die letzten Tage konnte er nur noch unter starken Anstrengungen und Schmerzen sein Nassfutter futtern und trinken konnte er auch nicht mehr so richtig. Seit Weihnachten ging es stetig bergab mit ihm. Die Entscheidung fiel, nachdem die Auswertung des CT vorlag und der kleine Kumpel tief in der Narkose schlief. Es war die einzig richtige, wenn auch schmerzvolle Entscheidung, dass er in Ruhe gehen durfte. Man muss es einfach realistisch sehen und mein Mann und ich haben bereits vorher viel darüber geredet und uns Gedanken gemacht. Morgens verabschiedeten wir uns mit einem dollen Krauler und ohne Angst, da bin ich von Herzen dankbar für, denn der kleine Knuffel hätte unsere Trauer bei einer geplanten Verabschiedung garantiert gespürt. Unser Herzenshund Bence wird nun einzeln eingeäschert und an seinem Lieblingsplatz hier Zuhause im Garten verweilen. Unser Bence wird immer in unseren Herzen bleiben…. und hinter der Regenbogenbrücke auf uns warten.

Tschüß, mein allerbester Freund

Seelenhunde hat sie jemand genannt – jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.
(Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz)

Tschüß mein allerbester Freund…. irgendwann sehen wir uns wieder und toben hinter der Regenbogenbrücke am Strand….